Vom Bodensee zum GardaseeÜber Septimer Pass, Bernina und Montozzo ScharteAlpenüberqerung 2004 |
Streckenverlauf der 8 Etappen: Lindau - Chur - Alter Schyn -
Savognin - Septimer Pass - St.Moritz - Passo Bernina - Poschiavo - Val Viola - Passo Gavia -
Montozzo Scharte - Madonna di Campiglio - Passo Bregn de l'Ors - Storo - Tremalzo - Riva
Start: Mittwoch, 1. September 2004 - Stop: Donnerstag, 8.. September 2004 - Kilometer: 560 km - Höhenmeter: 12500 hm
Die Strecke dieser Alpenüberquerung hatte ich schon weitgehend im letzten Jahr komplett, wo wir uns letztendlich für eine andere Route entschieden haben. Der Aufwand für die Planung hielt sich deshalb dieses Jahr sehr in Grenzen. Da ich die Ostalpen nun schon sehr gut kenne, reicht die Strecke weit in die Schweiz hinein. Sie beginnt am Bodensee, was ich für einen reizvollen und ausgefallenen Startpunkt halte. Ziel ist wie immer Riva am Gardasee.
Da der Start eines Alpencross unbedingt in Deutschland liegen muss, sind wir am ersten Tag bis Chur ausschließlich den Rhein entlang gestrampelt. Es wäre auch eine Route durch den Bregenzer Wald oder Liechstenstein möglich gewesen, aber das hätte einen Tag zusätzlich gekostet. Im Nachhinein wäre das besser gewesen, weil die ersten beiden Tage nicht viel zu bieten hatten und besonders die Strecke am Rhein sehr eintönig war. Insgesamt war die Route aber superabwechslungsreich gewesen. Vom beschaulichen Rheintal bis zu hochalpinen Übergängen war alles dabei.
Das Team bestand aus
Christian alias Superfriend, mit dem ich schon drei Wochenendtouren gefahren bin, seinem Bekannten
Matthias und – wie üblich – Alexander, der uns leider nur drei Tage erhalten blieb. Obwohl das Wetter 2004 eher durchschnittlich
war und besonders der September sehr unbeständig sein kann, war es die Transalp mit dem besten Wetter, das ich je
erlebt habe. Vom Ausladen der Fahrräder bis zur Heimreise hatten wir Sonne pur. Nur deutlich kühler als im Juli oder August war es,
was je nach Steigungswinkel aber durchaus positiv empfunden wird.
Die Tagesberichte im einzelnen:
| Tag | Bericht | Strecke | Daten | Bilder |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Durchs Rheintal | Lindau - Bregenz - Bad Ragaz - Chur | 105 km 200 hm |
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| 2 | Langsam geht es nach oben | Chur - Scharans- Alter Schyn - Tiefencastel - Savognin - Sur | 67 km 1900 hm |
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| 3 | Höhen und Tiefen einer Alpentour | Sur- Septimer Pass - Maloja Pass - St. Moritz - Passo del Bernina | 69 km 1900 hm |
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| 4 | Vom Oberengadin nach Italien | Passo del Bernina - Poschiavo - Val di Campo - Passo Val Viola | 32 km 1350 hm |
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| 5 | Durchs Valtellina | Rifugio Val Viola - Passo Verva - Grosio - Le Prese - Val Rezzalo - Rifugio la Baita | 58 km 1700 hm |
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| 6 | Das Dach der Tour | Rifugio la Baita - Passo del Alpe - Passo Gavia - Pezzo - Forc. di Montozzo - Lago di Pian Palu - Pejo | 55 km 2000 hm |
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| 7 | Entlang der Brenta | Pejo - Dimaro - Madonna di Campiglio - Passo Bregn de l'Ors - Ragoli - Bondo | 86 km 1950 hm |
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| 8 | Kultetappe zum Abschluss | Bondo - Pieve di Bono - Storo - Passo d'Ampola - Tremalzo - Passo Nota - Pregasina - Riva | 84 km 1650 hm |
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| 9 | Auspannen und Rückfahrt | Seite 5 |
Highlights der Tour:
- Das Wetter: Sonne pur. Mir war es aber trotz Sonnenschein oft zu kalt, der September bringt das so mit sich.
- Der Bernina Pass selbst konnte landschaftlich die hohen Erwartungen zwar nicht erfüllen, die anschließende Abfahrt über Alp Grüm hinunter nach Poschiavo hat aber aussichts- als auch fahrtechnisch alles wieder gut gemacht.
- Die Montozzo-Scharte – höchster Punkt dieser Tour – ist immer wieder überwältigend, tolle Auffahrt, tolles Panorama, tolle aber teilweise gefährliche Abfahrt. Besonders der Moment, wenn der Lago di Pian Palu tief unter einem auftaucht, holt einen im doppelten Sinne fast vom Rad.
- Ganz bestimmt ist auch das Val Rezzalo ein Highlight. Selbst erleben konnten wir es aber nicht so richtig, da wir dort kurzzeitig etwas im Nebel gehangen haben.
Tiefpunkte:
- Alexanders Tourabbruch hat uns alle ziemlich runtergerissen. In diesem Moment war ich das erste Mal froh, nicht nur zu zweit unterwegs zu sein. Da hätte auch für mich das Ende bedeutet.
- Die ersten beiden Etappen vom Bodensee am Rhein entlang nach Chur und über den alten Schin nach Savognin waren ziemlich langweilig. Dort hat eindeutig ein weiteres Highlight gefehlt.
- Die Essensportionen in der Schweiz waren mickrig im Vergleich zu dem auf solchen Touren Gewohnten.
- Eine superleichtsinnige Aktion meinerseits bei der Auffahrt zum Tremalzo hätte böse enden können. Genaueres im Bericht.

